Der große Kaninchenstall-Test!

Kaninchen gehören zu den beliebtesten Haustieren – nicht nur bei Kindern. Sie sind pflegeleicht, unkompliziert und erfreuen viele Gemüter Tag für Tag. Als Kaninchenhalter möchte man daher, dass es seinen kleinen Sprösslingen so richtig gut geht! Von zentraler Bedeutung ist daher das Zuhause eines jeden Kaninchens: Der Kaninchenstall. Auf dieser Seite gehen wir daher auf viele wichtige Faktoren bei der Stallwahl ein und testen zahlreiche Kaninchenställe bis in den letzten Winkel.

Die Top-Ställe 2016 im Überblick

Maße: 230 x 100 x 73
  • Metallbeschläge – sicher und langlebig
  • Massivholzrückwand
  • Unbedenklicher Voranstrich
  • Robuste Verbindungsart
  • Ideal für die Haltung im Freien
Maße: 151 × 107 × 80
  • Herausziehbare Kunststoffwanne
  • Freilaufgehege schützt vor Wind
  • Extra Stauraum im Dach
  • Fenster mit Kunststoffscheiben als Kälteschutz
  • Stabiles Metallgitter
Maße: 127 x 66 x 110
  • Wärmeisoliert und wetterfest
  • Höhenverstellbare Kunststofffüße
  • Plexiglas-Scheiben als Kälteschutz
  • Rollmatte zum Verdunkeln
  • Stabile Verarbeitung
Maße: 25 x 54 x 109
  • Wetterfest imprägniert
  • Doppelstöckiger Kaninchenstall
  • Komfortables Untergeschoß
  • UG als Freilaufgehege nutzbar
  • Verriegelungsschlösser an allen Türen
Maße: 71,5 x 85 x 86
  • Hochwertiges Nadelholz
  • Doppelstöckiger Stall
  • Außen wetterfest imprägniert
  • Widerstandsfähig und witterungsbeständig
  • Herausziehbare Zinkschublade

Inhaltsverzeichnis Stall-Ratgeber

Der Kaninchenstall ist ein essenzielles Thema. Denn die Nager verbringen dort mit Abstand am meisten Zeit. Der Stall oder das Gehege müssen perfekt auf die Bedürfnisse der Kaninchen abgestimmt sein. Doch wie sehen die Bedürfnisse aus? Wie viel Platz benötigen Kaninchen? Kann man Kompromisse eingehen? Welche Materialien sind zu empfehlen? Hier bist du richtig! Denn hier findest du zahlreiche Informationen rund um den Kaninchenstall.
Dieser Artikel rund um Kaninchenställe ist umfangreich und wächst immer weiter.
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Der perfekte Kaninchenstall – Welche Merkmale gibt es da?

Welcher Kaninchenstall für die Kleintiere der geeignete ist, das ist nicht in einem Satz zu beantworten. Deshalb findest du auf dieser Seite mehrere Artikel, die auf wichtige Punkte eingehen, verschiedene Stall-Kategorien erläutert und Angebote vergleicht.

Die kleinen Vierbeiner würden sich grundsätzlich sicher immer den größtmöglichen Stall aussuchen, am besten gleich mit mehreren Etagen und etlichen Boxen. Jedoch ist die Wohn- oder Gartenfläche daheim ebenfalls beschränkt. Was sind also die wichtigen Entscheidungsfaktoren?

Kaninchenstall Maße 1x1 Meter

✔ Größe des Kaninchenstalls:
Für ein mittelgroßes Kaninchen sollte mindestens ein Platz von 2 Quadratmetern (bspw. 1×2 Meter) zur Verfügung stehen. Höhere Maße sind auf Seiten der Nager natürlich immer willkommen, aber oftmals haben die Besitzer keinen Platz für einen XXL Kaninchenkäfig oder ein großes Freilaufgehege. Übrigens gilt diese Bedingung für einen Meerschweinchenstall nur bedingt – hier reichen auch kleinere Grundflächen. Auf der Abbildung ist ein klassischer, quadratischer Stall in Form eines Freilaufgeheges zu sehen, wie er vielerorts erworben werden kann.

✔ Schutz und Sicherheit:
Der Kaninchenstall soll seine Bewohner vor Wind und Wetter schützen. Meistens ist der Stall teilweise oder komplett mit Draht bespannt. Der Stall muss so stehen, dass weder Wind noch Regen in das Stallinnere gelangen können, sofern es sich nicht um Freigehege für den Sommer handelt. Außerdem sollen die Kaninchen vor ihren Feinden, wie Marder, Fuchs, Hund oder Katze gut geschützt werden. Darum muss der Stall eine gewisse Stabilität aufweisen und eventuelle Riegel müssen sauber schließen.

✔ Witterung:
Die Tiere vertragen Hitze sehr schlecht, daher sollte der Stall nie in der prallen Sonne stehen – einfach einen Teil des Stalles in den Schatten verlagern. Auch im Freilaufgehege muss ein schattiges Plätzchen für die Kaninchen jederzeit erreichbar sein, sonst kann es schnell zu einem Hitzekollaps kommen. Schutz vor Wind und Wetter erreichst du übrigens mit einem kleinen Innenhäuschen, dass man direkt in den Kaninchenstall bzw. das Freilaufgehege stellen kann. Zur Not reicht auch eine umgedrehte Pappkiste mit einem Eingang.

✔ Rückzug:
Schön ist es auch, wenn die Nager verschiedene Plätze haben, an denen sie sich verkriechen können, wie Tonröhren, kleinen Häuschen aus Holz oder anderem Zubehör. Eine umgedrehte Pappkiste mit einem Loch als Eingang kann auch eine Lösung sein. Erhöhte Sitzgelegenheiten mit guter Aussicht, wie ein großer Stein, werden auch gern angenommen.
 

Die verschiedenen Stalltypen

Wie du schon bemerkt hast, muss man zwischen Kaninchenstall und Freilaufgehege unterscheiden. Hier eine erste Abgrenzung, auf die wir im Anschluss genauer eingehen.

  • Kaninchenstall einstöckig
    Der Kaninchenstall ist das eigentliche „Haus“ der Tiere. Einstöckige Kaninchenställe sind meist nicht komplett von Draht umspannt, sondern haben eine oder mehrere Wände aus Holz. Teilweise sind die einstöckigen Kaninchenställe auf einer Erhöhung installiert um den Stall und die Kaninchen besser zu schützen – der Boden besteht aus Holz, das mit Streu und Heu bestückt wird. Zudem lassen sich die Ställe meist durch ein kleines Tor ab- und aufschließen.
  • Kaninchenstall doppelstöckig
    Beliebt sind bei vielen Haltern wegen ihrer besseren Raumnutzung auch doppelstöckige Kaninchenställe. Doppelstöckige – oder – zweistöckige Kaninchenställe haben den Vorteil, nicht oder kaum mehr Platz für den Stall zu verschwenden, als dies ein einstöckiger Stall tun würde. Gleichzeitig lässt sich hiermit aber die Fläche für die Kaninchen nahezu verdoppeln. Wie du der Tabelle auf dieser Seite entnehmen kannst, steigt die empfohlene Stallfläche pro weiterem Kaninchen – und genau darum machen mehrstöckige Kaninchenställe Sinn.
  • Freilaufgehege
    Das Freilaufgehege ist so etwas wie der Urlaubsort der Nager. Meist ist das Freilaufgehege ein robustes Holzgerüst, das komplett mit Draht umspannt ist. Es wird auf den „nackten“ Gartenboden gestellt und gibt den Tieren eine natürliche Umgebung, viel Auslauf – aber auch Sicherheit vor ungewünschten Eindringlingen.

Zusätzlich zur Unterscheidung der Mehrstöckigkeit können Kaninchenställe noch nach ihrem grundsätzlichen Standort unterschieden werden: Innen oder außen. Ställe, die nur für den Außenbereich vorgesehen sind, unterscheiden sich leicht von solchen, die nur oder auch für den Innenbereich geeignet sind.

  • Kaninchenstall innen
    Kanichenställe, die für Innen gedacht sind, bestehen häufig aus einer Plastikschale als Boden und sind von einem Gitterkonstrukt umgeben, dass man oben öffnen oder je nach Bedarf auch komplett abnehmen kann. Diese „Kaninchenkäfige“ sind besonders beliebt bei einer Haltung von 2 Kaninchen. Bei 3 und mehr Kaninchen wird gerne aufgrund des normalerweise mangelnden Platzes zuhause sehr gerne auf doppelstöckige Ställe zurückgegriffen.
  • Kaninchenstall außen
    Außenställe sind gegenüber Innenställen zwei unterschiedlichen Faktoren ausgesetzt: Es gibt mehr Platz, dafür keinen Schutz vor der Witterung. Deshalb sind Kaninchenställe für den Außenbereich oft deutlich größer als Innenställe, aber dennoch nutzen auch Außenställe gerne mehrstöckige Etagen, um die Nutzfläche für die Hasen zu vergrößern. Außenställe sind hauptsächlich in den wärmeren Jahreszeiten von Frühling bis Herbst nutzbar und werden in der Regel auf dem Balkon oder bevorzugt im Garten aufgebaut. Im Winter werden die Kaninchen hereingeholt oder der Stall wird isoliert. Da sie einer Vielzahl an Witterungsverhältnissen trotzen müssen, sollten diese ausreichend gegen Klima und Nachbartiere geschützt werden und dementsprechend beschaffen sein. Zudem ist meist ein sehr robustes Dach darauf angebracht, das mit Dachpappe ausgestattet ist.

Die beste Strategie zur Umsetzung der Kaninchenbedürfnisse (siehe weiter unten) ist die Kombination von Kaninchenstall und Freilaufgehege. Hier können die Tiere selbst entscheiden, ob sie sich im Freien bewegen möchten oder im Stall hausieren. Und über Nacht, wenn die Tiere nicht beaufsichtigt werden können, kann man ihnen einen sicheren, abschließbaren Ort (den Stall) anbieten. Jedoch scheitert diese Kaninchen-Traum-Umgebung oft am vorhandenen Platz.
 

Der Kaninchenstall-Standort

Wo man seinen Kaninchenstall eigentlich aufbauen sollte, hängt von einigen Faktoren ab, die zuerst geklärt werden sollten: Steht der Stall im Innen- oder im Außenbereich? Handelt es sich um ein Freigehege, einen Stall oder eine Kombination von beidem? Auch wenn die Frage nicht pauschal beantwortet werden kann, gibt es einige grundsätzliche Tipps, die immer Beachtung verdienen. Da sich die Standort-Frage langfristig auf den Gemütszustand Hasen auswirkt, haben wir dem Thema eine ganze Artikelserie gewidmet.

Der perfekte Kaninchenstall-Standort
Hier gehts zur dreiteiligen Serie Der perfekte Kaninchenstall-Standort. Dort findest du allgemeine Tipps und spezielle Hinweise zu fest installierten Kaninchenställen oder versetzbaren Kaninchengehege.

Die Frage nach dem perfekten Kaninchenstall Standort
 

Empfohlene Materialien für Stall und Freilaufgehege

Empfehlenswert ist in jedem Fall ein Stall oder Freilaufgehege aus Holz. Ein Betonboden wäre im Winter zu kalt und ist sehr hart. Da können empfindliche Kaninchenläufe schnell wund werden. Im Sommer liegen viele Hoppler gern auf dem glatten Holz – idealerweise aber in einem Freilaufgehege auf dem saftigen Gras, sodass die Tiere auch bei Bedarf Auslauf haben.

Das Holz sollte anschließend auch versiegelt werden, wenn es sich um einen Kaninchenstall handelt. Das Schützt das Holz vor Regen und Urin, wenn die kleinen Hoppler mal ihr Geschäft verrichten müssen. Die Holzlasur sollte auf keinen Fall giftig sein, da es vorkommen kann, dass die Tiere das Holz anknabbern. Es eignet sich zum Beispiel Lein-Öl-Lasur oder auch Lasur für Kinderspielzeuge. Unbedenkliche Lasuren haben häufig spezielle Symbole auf der Verpackung. Am besten einfach im örtlichen Baumarkt nachfragen.

Volierendraht auf dem Kaninchenstall

Welches Gitter sollte man für den Kaninchenstall nutzen? Für die offenen Wände eignet sich besonders gut sogenannter Sechs-Eck-Geflecht-Draht oder auch Volierendraht. Diese sind robust und schützen den Stall von innen und außen, gleichzeitig kommt genügend Licht ins Nagerhaus. Volierendraht ist jedoch den Sechs-Eckt-Drähten vorzuziehen, da dieser wesentlich robuster ist. Potentielle Eindringlinge wie Fuchs oder Marder werden vom Volierendraht sehr gut abgehalten.

Weitere Informationen zu den Materialien findest in unserem Artikel
zum Thema Materialien: Kaninchenstall Materialien
 

Was gehört in den Kaninchenstall?

Eine Frage stellt sich häufig plötzlich nach dem Aufbau des Kaninchenstalls: Was muss rein? Welche Innenausstattung ist nötig, damit die Hoppler ein entspanntes Leben haben? Diesem Thema haben wir einen eigenen Artikel gewidmet, hier ist das wichtigste Kaninchenstall-Zubehör jedoch kurz aufgelistet.

  • Wassertränke
    Damit die Hoppler auch etwas zum Trinken haben
  • Futternapf
    Ein Napf erfreut jedes Kaninchen, insbesondere wenn er gefüllt ist
  • Heuraufe
    Heu geht immer! Mit einer Heuraufe bleib auch alles ordentlich.
  • Einstreu
    Damit der Boden nicht so kalt ist hilft saugkräftige Einstreu
  • Häuschen
    Ganz wichtig: Ein Ort, um sich zurückziehen zu können

Da es beim Zubehör des Stalles einiges zu beachten gibt, findest du in unserem Artikel noch weitere und detailliertere Informationen über die Einrichtung eines Kaninchenstalles.

Winterfestes Kaninchen mit Schal
 

Den Kaninchenstall Winterfest machen

Alle Jahr wieder kommt der Winter. Da muss auch der Kaninchenstall fit für den Winter gemacht werden, oder? Das ist nur teilweise richtig! Klar kann man den Hopplern etwas entgegen kommen. De facto leiden die Kaninchen aber unter übermäßiger Hitze wesentlich stärker als unter übermäßiger Kälte, denn sie haben ja ein dickes Fell. Was kann man trotzdem tun?

Bei manch einem Kaninchenkäfig wird bereits eine Folie zur Abdeckung gratis mitgeliefert, die vor Regen oder Kälte schützen soll. Man kann diese durchaus verwenden, sollte dabei aber auf eine ausreichende Frischluftzufuhr achten.

Die gleiche Funktion erfüllt Noppenfolie, die man vor dem Drahtgeflecht anbringt. Dies ist aber nur bei ausgesprochenem Dauerfrost über mehrere Tage oder starkem Wind nötig. Was du alles im Winter beachten solltest, und wie du deinen Kaninchenstall am besten Fit für den Winter machst, das erfährst du in unserem Spezialartikel „Das Kaninchen im Winter – Kaninchenstall winterfest machen„.
 
 

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Exkurs: Natürliche Bedürfnisse von Kaninchen

Als abschließendes Fazit dieses Artikels sollen die natürlichen Bedürfnisse von Kaninchen aufgelistet werden. Auf diese Weise schließt sich der Kreis, denn wer sich ein wenig Hintergrundwissen über die natürlichen Lebensräume von Kaninchen aneignet, der trifft automatisch immer die besten Entscheidungen für seine Tiere und den umgebenden Kaninchenstall.

Hier findest du einen Vergleich zwischen Kaninchen und Hase, auf den im Artikel „Unterschiede zwischen Kaninchen und Hasen“ noch wesentlich genauer eingehen. Aus der Tabelle können somit direkt auch wichtige Bedürfnisse gelesen werden. Zum Beispiel die Wichtigkeit eines Rückzugsgebietes im Stall selbst oder die Tatsache, dass Kaninchen nie alleine gehalten werden sollten (mindestens zu zweit also).

Kriterium Feldhase (Lepus europaeus) Kaninchen (Oryctolagus cuniculus)
Feldhase hält Aussicht auf der Wiese Wildkaninchen auf der Wiese
Körperbau schlank und groß – lange Ohren (ca 12 cm) klein – kurze Ohren (ca. 7 cm)
Länge und Gewicht 50-70 cm und 4-7 kg 25-40 cm und 1-3 kg
Fell eher braun und erdfarben braun bis grau
Lebensraum Felder; große Wiesen; Wald: lockere Böden dichtes Gelände
Sozialverhalten lebt alleine außer zur Paarungszeit; lebt gemeinschaftlich in Kolonien
Fluchtverhalten schneller Läufer; flieht durch Geschwindigkeit wendig; schlägt Haken; flieht schnellstmöglich in seinen Bau
Kaninchenstall für Hasen und Kaninchen

Beim Kaninchenstall haben Kaninchen kein Nachsehen 😉